Pfälzisches Bibelmuseum 

Für Kleingruppen wieder geöffnet

Erste Besucher am Internationalen Museumstag: Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Hass und Pascal Bender bei Museumsleiter Michael Landgraf (r). Foto: lk/Landgraf.

Neustadt (lk/Bibelmueum). Am internationalen Museumstag ist im Pfälzischen Bibelmuseum in Neustadt an der Weinstraße normalerweise immer viel los. 2020 fanden jedoch nur angemeldete Kleingruppen mit Gesichtsmasken Einlass. Die ersten Besucher waren die Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Hass, kultur- und kirchenpolitische Sprecherin und Mitglied im Bildungsausschuss, sowie der Vorsitzende des Stadtverbandes für Kultur, Pascal Bender. Beide wollten sich anlässlich des Museumstages beim Museumsleiter Michael Landgraf ein Bild von der Lage in kleinen Museen machen.

Die meisten Museen im Land verfügen über überschaubare Räume – so auch die sieben Neustadter Museen. Viele sind auch Lernorte für Kinder und Jugendliche. Das Neustadter Bibelmuseum gehört zu den anerkannten außerschulischen Lernorten in Rheinland-Pfalz. Neben Schulklassen besuchen viele Konfirmanden-, Firm- und Jugendgruppen aus dem kirchlichen Bereich das Haus. Rund 3.000 junge Menschen kommen so jährlich in das Museum in der Neustadter Stiftstraße.

Aufgrund der Vorgaben zur Einschränkung der Corona-Epidemie ist es allerdings nicht absehbar, wann solche Gruppen das Museum wieder besuchen können. Das Bibelmuseum hat zwar seit 18. Mai wieder geöffnet, teilte aber der Tourist-Information Neustadt mit, dass nur Einzelbesucher oder Familien zu abgesprochenen Zeiten das Museum besuchen können. Das bedeutet auch, dass Einnahmen wegfallen.

Finanzielle Hilfen wurden in Aussicht gestellt

Die Landtagsabgeordnete Kazungu-Hass wies auf Landeshilfen für Vereine hin, wozu auch Museumsvereine gehören. Kulturdezernent Ingo Röthlingshöfer versprach aus Sicht der Stadt, auf die besondere Lage der Neustadter Museen zu achten. Die Verantwortlichen des Bibelmuseums interessiert neben den finanzielle Fragen, wie das Museum dem Bildungsauftrag nachkommen kann. Kazungu-Hass, die selbst lange Lehrerin war, bestätigt, wie wichtig solche Häuser für die Bildung sind.

Ein Weg, zumindest virtuell präsent zu sein, ist eine Filmreihe über Neustadts Museen von Werner Harke und Michael Landgraf, die derzeit beim Offenen Kanal entsteht. Der erste Film über das Bibelmuseum ist bereits auf Youtube unter dem Stichwort Bibelmuseum Neustadt zu finden. Er dauert rund 45 Minuten und wird auch im Offenen Kanal Neustadt mehrfach ausgestrahlt.

Darüber hinaus gilt es für die Museen, die Zukunftsperspektive nicht aus dem Blick zu verlieren. So entsteht gerade im Bibelmuseum Neustadt eine Ausstellung zu „Wein und Bibel“ – ein Thema, bei dem es eine Vernetzung mit dem Weinbaumuseum in Mußbach und mit dem Weincampus geben soll. Über das Weinbaumuseum wird dann auch der zweite Film der Reihe „Museen in Neustadt“ gedreht.