Klimaschutzmanagement
der Evangelischen Kirche der Pfalz
Arbeitsstelle Frieden und Umwelt
Sibylle Wiesemann, Umweltbeauftragte
Marie-Luise Steffler, Klimaschutzmanagement für Kitas
Große Himmelsgasse 3
67346 Speyer
Tel.: 06232 6715-14
E-Mail: umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de

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www.frieden-umwelt-pfalz.de

Landeskirche

Klimaschutz ist „unser Eigenstes“

Wir betreiben „unser Eigenstes“, wenn wir die „Bewahrung der Schöpfung auf die Agenda setzen“, so heißt es im Klimaschutzkonzept der Landeskirche. Der Klimaschutz steht im Dreiklang der christlichen Ziele Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Für die Verwirklichung der Ziele im kirchlichen Alltag hat die Landessynode 2016 das Ziel beschlossen, den Treibhausgasausstoß bis 2020 gegenüber 2005 um 40 Prozent zu senken. Handlungsfelder sind die Bereiche Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Bei den Gebäuden wurde bis 2015 eine Senkung um 25 Prozent erreicht.

Um die so dringend notwendige weitere Umweltentlastung zu schaffen, sind alle Kirchengemeinden und Einrichtungen aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten: Sparsames Heizen, Dämmen der Gebäude, eine umweltfreundliche Mobilität und ein ökologischer Einkauf sind Bausteine eines zukunftsfähigen Handelns. Unsere Entscheidungen heute bestimmen, ob das langfristige Ziel der Klimaneutralität erreicht werden wird. Von Vorteil für die Gemeinden ist, dass das Energie-Sparen finanzielle Mittel für die Gemeindearbeit freisetzt. Nachhaltiges Handeln macht Kirchengemeinden zukunftsfähig.

„Nachhaltig ist hier im ganzheitlichen Sinne zu verstehen, denn gerade der christliche Glaube kann eine rein technokratische Sicht auf die Umweltkrise aufbrechen.“, so die Umweltbeauftragte der Landeskirche Sibylle Wiesemann. „Für eine neue Kultur der Nachhaltigkeit können Kirchen das Vertrauen in eine gute Schöpfung einbringen, das Vertrauen in eine Ökonomie des Genug und des Teilens, in die Gemeinschaft und eine Erfüllung unabhängig von materiellem Wohlstand suchen.“

„Die Zukunft liegt nicht im ungebremsten Wachstum, als gäbe es kein Morgen.“, so Oberkirchenrätin Dorothee Wüst. „`Wenn dein Kind dich morgen fragt´, heißt es in der Bibel (5. Mose 6,20). Unsere Kinder werden uns fragen, was wir heute tun für die Welt von morgen. Nachhaltigkeit muss zum entscheidenden Kriterium unseres Handelns werden um der Bewahrung der Schöpfung willen, um der Verantwortung willen, die wir für das Ökosystem Erde haben. Maßnahmen zum Schutz unseres Klimas stehen dabei ganz oben auf der Agenda, zumal hier die Uhr fast schon auf fünf nach zwölf steht. In diesem Sinne bringen wir als Kirche unsere Stimme gesellschaftlich und politisch ein, setzen umgekehrt aber auch durch unser eigenes Handeln Zeichen. Ermutigende Beispiele dafür finden sich in vielen Kirchengemeinden und Kirchenbezirken, gerade das ehrenamtliche Engagement verdient große Anerkennung.“

Die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt unterstützt Gemeinden und Einrichtungen bei praktischen Fragen, gibt schöpfungstheologische Anregungen und vermittelt Fördermittel. Seit Anfang 2019 setzt die vom Bundesumweltministerium geförderte Projektstelle für Klimaschutzmanagement in Kindertagesstätten einen Schwerpunkt auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kitas.