Landeskirche

Klimaschutz zahlt sich doppelt aus

Wir betreiben „unser Eigenstes“, wenn wir die „Bewahrung der Schöpfung auf die Agenda setzen“, so heißt es im Klimaschutzkonzept der Landeskirche. Der Klimaschutz steht im Dreiklang der christlichen Ziele Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Für die Verwirklichung der Ziele im kirchlichen Alltag hat die Synodenversammlung 2012 das Ziel beschlossen, den Treibhausgasausstoß bis 2015 gegenüber 2005 um ein Viertel zu senken. Handlungsfelder sind die Bereiche Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Bei den Gebäuden wurde 2015 das Ziel erreicht: Hier ist der CO2-Ausstoß um 25 Prozent gesunken.

Im Juni 2016 hat die Landessynode ein neues Ziel gesteckt: minus 40 % CO2 bis 2020. Alle Kirchengemeinden und Einrichtungen sind aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten: Sparsames Heizen, Gebäudesanierung, eine umweltfreundliche Mobilität und ein ökologischer Einkauf sind Bausteine eines zukunftsfähigen Handelns. Unterstützung bekommen die Kirchengemeinden von der vom Bundesumweltministerium geförderten Projektstelle für das Klimaschutzmanagement. „Klimaschutz zahlt sich doppelt aus: Zum einen entlastet er die Schöpfung. Zum anderen gibt das Energie-Sparen finanzielle Mittel für die Gemeindearbeit frei.“, erklärt die Klimaschutzmanagerin der Landeskirche, Sibylle Wiesemann. „Nachhaltiges Handeln macht Kirchengemeinden zukunftsfähig.“

„Technisch-wirtschaftlich ist ein Übergang in ein weitgehend kohlenstofffreies Wirtschaften theoretisch möglich“, so Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner. „Jedoch dürfen wir als Kirche die geistige Dimension der Klimakrise nicht außer Acht lassen. Wir müssen neue Modelle jenseits des Wachstumswahns entwickeln. Dem Modell des ungebremsten Wachstums, welches zur Zerstörung der Lebensgrundlagen führt, müssen wir – wie es vom Ökumenischen Rat der Kirchen formuliert wurde - mit einer neuen Demut entgegentreten, die die Bedürfnisse allen Lebens auf der Erde respektiert. Ich freue mich auf diesen Prozess, den wir gemeinsam mit den Gemeinden gehen werden.“