Begleitung und Hilfe

Integration und Migration

Der Umgang mit Fremden ist eine Herausforderung für Theologie und Gemeinde. Das Eintreten für sie gehört in das Zentrum von Kirche und Diakonie. Die durch Flucht und Vertreibung entstehenden Fragen und Herausforderungen sind der Ausgangspunkt für kirchliche Arbeit mit Migrantinnen und Migranten. Die biblisch gebotene Fremdenliebe und die daraus folgende Ethik sind Wesensmerkmale der Kirche. Der Beratungsbedarf für Gemeinden bleibt unsere Aufgabe. Die Akzeptanz in Politik und Gesellschaft schwinden, hier wollen wir gegensteuern. Das in den vergangenen Jahren entstandene große ehrenamtliche Engagement wollen wir unterstützen und fördern.

Pfarrer Dr. Arne Dembek ist als Beauftragter verantwortlich für die Arbeit mit Christinnen und Christen anderer Sprache und Herkunft sowie mit Migrantengemeinden. Der Integrationsbeauftragte Reinhard Schott ist verantwortlich für die Arbeit mit Ausländern, Aussiedlern, Asylsuchenden, Flüchtlingen sowie das Referat Migration und Integration beim Diakonischen Werk.

Wanderungsbewegungen sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Seit Jahren kommen Menschen in unser Land: Einst waren es die Vertriebenen, die Arbeitsmigranten, die Aussiedler, die Flüchtlinge vom Westbalkan. Und jetzt sind es Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Eritrea und Somalia. Was das bedeutet, dass mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind, erleben wir in Europa derzeit nicht nur als Beobachter aus der Ferne.

Gegenüber unseren christlichen Geschwistern, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, haben wir eine besondere Verpflichtung. Wir suchen daher Kontakte zu Gemeinden anderer Sprache und Herkunft und eröffnen so neue ökumenische Begegnungsräume für die kirchliche Arbeit in der Migrationsgesellschaft.

„Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt“ (Hebräer 13, 2).

Serviceleistungen sind

  • Konzeptionsentwicklung kirchlicher Projekte und Initiativen, deren Begleitung und Evaluation; zum Beispiel das Veranstalten interkultureller Wochen
  • Erarbeiten kirchlicher Stellungnahmen zu Grundsatzfragen aus den Bereichen des Flüchtlings-, Migrations- und Sozialrechts
  • Einzelfallberatung durch Kirchengemeinden, Dienststellen, Selbsthilfeeinrichtungen und Menschenrechts-Initiativen (z. B. juristische Beratung, Vermittlung von Hilfesuchenden an Fachdienste usw.)
  • Hilfestellungen bei der Arbeit mit politisch Verantwortlichen und Behörden
  • Beratung und Begleitung von Gemeinden anderer Sprache und Herkunft sowie ihrer Gastgebergemeinden
  • Unterstützung interkultureller Projekte in Kirchengemeinden, Dienststellen und Einrichtungen