64. Spendenaktion von "Brot für die Welt" 

Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.

Foto: Karin Schermbrucker / Brot für die Welt

Am ersten Advent startet "Brot für die Welt" seine 64. Spendenaktion. Der Eröffnungsgottesdienst der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) findet in diesem Jahr in der Stiftskirche in Landau statt. Die Aktion steht wie bereits im vergangenen Jahr unter dem Motto "Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft."

Speyer, Landau (lk). Es stehen insbesondere Projekte im Mittelpunkt, die sich mit den Folgen des Klimawandels befassen. Denn je größer Armut und Ungleichheit sind, desto verwundbarer ist eine Gesellschaft durch den Klimawandel.

"Die Klimakrise betrifft uns alle, aber sie trifft nicht alle gleich. Wir tragen hier eine besondere Verantwortung. Denn weltweit leiden die Menschen am meisten unter dem Klimawandel, die am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben", erklärt Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst anlässlich der diesjährigen Eröffnung der Spendenaktion.

"Brot für die Welt" hat den Einsatz für Klimagerechtigkeit daher zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Die Partnerorganisationen in Bangladesch, Burkina Faso und in vielen anderen Ländern unterstützen Menschen dabei, mit Wetterextremen besser zurechtzukommen.

Im vergangenen Jahr haben die Menschen in der Pfalz und der Saarpfalz 1,1 Millionen Euro an das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" gespendet. Das ist weniger als im Vorjahr (rund 1,3 Millionen Euro). In dieser Summe sind Kollekten und Spenden, die in Kirchengemeinden gesammelt wurden, sowie direkte Überweisungen zusammengefasst.

Ziel: Ursachen für Not beseitigen

Das Grundprinzip der Arbeit von "Brot für die Welt" ist bis heute aktuell: akute Not lindern, die Ursachen dieser Not beseitigen und Menschen stark machen. "Brot für die Welt" gibt Anstöße für einen nachhaltigen und gerechten Lebensstil.

Als weltweit tätiges Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie engagiert sich "Brot für die Welt" in mehr als 90 Ländern. Der tragende Gedanke hinter allen Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Ein zentraler Schwerpunkt ist dabei die Ernährungssicherung. Denn gerade in Zeiten von Klimawandel, Kriegen und knapper werdender Ressourcen wird der Kampf gegen den Hunger immer wichtiger. "Brot für die Welt" unterstützt Familien von Kleinbauern darin, mit umweltfreundlichen und standortgerechten Methoden gute Erträge zu erzielen.

Daneben setzt sich das Hilfswerk für die Bekämpfung der Armut, für die Förderung von Bildung und Gesundheit, den Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Sicherung des Friedens sowie die Bewahrung der Schöpfung ein.

Info

Der Gottesdienst in der Landauer Stiftskirche beginnt am Sonntag, 27. November, um 10 Uhr. Statt einer Predigt interviewt eine Jugendgruppe Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.