Speyer (lk). Die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz hat am Donnerstag beschlossen, das landeskirchliche Segensbüro Blessed.Pfalz für weitere zwei Jahre fortzuführen. Das Segensbüro soll in den Jahren 2027 und 2028 Segensangebote und Kasualbeziehungen in der Landeskirche weiter fördern, koordinieren und sichtbar machen.
Für die Fortführung stellt die Landessynode im Haushaltsjahr 2027 insgesamt 368.800 Euro und im Haushaltsjahr 2028 insgesamt 376.520 Euro bereit. Verlängert werden zudem eine volle Pfarrstelle zur Dienstleistung sowie eine volle Stelle unter anderem für Social Media, Öffentlichkeitsarbeit und Büromanagement. Rechtzeitig vor Ablauf der Befristung soll die Arbeit evaluiert und der Landessynode erneut berichtet werden.
Blessed.Pfalz unterstützt Gemeinden, Regionen und Kirchenbezirke dabei, Segensangebote niedrigschwellig und lebensnah zu gestalten. In der bisherigen Projektphase wurden verschiedene Formate erprobt, darunter ein Trauevent auf dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt, das Angebot „Warmes für die Seele“ am Ewigkeitssonntag in Kaiserslautern, persönliche Segensangebote auf Festen und Märkten sowie zielgruppenspezifische Formate wie der Feriensegen für Schüler*innen, Lehre*rinnen und Angehörige in Ludwigshafen.
Pfarrerin Diemut Meyer machte in ihrem Bericht deutlich, dass Segen ein grundlegender Ausdruck christlichen Glaubens sei. Segen sei mehr als ein guter Wunsch: Er spreche Menschen Gottes Nähe und Begleitung zu und eröffne Räume für persönliche, seelsorgliche und geistliche Begegnung. Gerade an Übergängen im Leben seien viele Menschen offen für solche Angebote.
Ein zentrales Merkmal von Blessed.Pfalz ist die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Regionen. Das Segensbüro übernimmt dabei eine koordinierende und unterstützende Funktion, bündelt Erfahrungen, stellt Materialien bereit und entwickelt neue Formate gemeinsam mit lokalen Partnern weiter. Für die kommenden Jahre sollen bestehende Segensangebote stärker vernetzt, regionale Initiativen unterstützt und digitale Zugänge weiterentwickelt werden. Dazu gehören etwa digitale Anmeldetools zu Kasualien oder zentrale Kontaktmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit Dekanaten und dem Projekt Philippus.
Die Tagung der Landessynode wird am Freitag, 12. Juni, um 8.30 Uhr mit einer Andacht fortgesetzt. Ab 9 Uhr stehen unter anderem der Transformationsprozess #kirche.mutig.machen sowie Berichte der übergemeindlichen Dienste auf der Tagesordnung.
Die Tagung ist öffentlich und wird im Livestream übertragen:
www.youtube.com/@evkirchepfalz

