Festgottesdienst zum 750. Stadtjubiläum Kaiserslautern

Anlass zur Zuversicht in krisenhaften Zeiten haben die Beteiligten beim ökumenischen Gottesdienst zum 750. Stadtjubiläum Kaiserslauterns gesehen. Die Verleihung der Stadtrechte durch König Rudolf von Habsburg am 18. August 1276 wird in der westpfälzischen Metropole das gesamte Jahr über gefeiert.

Beim zentralen Gottesdienst in der protestantischen Stiftskirche, den die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Kaiserslautern ausgerichtet hatte, dokumentierten Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann die konfessionsübergreifende Bedeutung des Stadtjubiläums.

Der Appell des alttestamentlichen Propheten Jeremia, „Suchet der Stadt Bestes“, habe in Kaiserslautern Frucht getragen, sagte Kirchenpräsidentin Wüst im Dialog mit Bischof Wiesemann. Die hier lebenden Menschen setzten ihre Gaben für das Wohl der Bevölkerung ein. Die Stadt präsentiere sich „pfälzisch geerdet und doch weltoffen“.

Zwar stehe auch in Kaiserslautern „nicht alles zum Besten“, meinte Wüst. Doch dank einer „Gemeinschaft, die trägt“, ließen sich die Zukunftsaufgaben bewältigen. Laut Bischof Wiesemann tragen die Kirchen dazu bei, „dass Menschen hier gut und gerne, hoffnungsvoll und versöhnt miteinander leben“.

Auch die Kaiserslauterer Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) stellte den Gemeinschaftssinn der Bürger in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. Er berechtige zu Hoffnung und Zuversicht auch in krisenhaften Zeiten. Wichtig sei es, trotz unterschiedlicher Ansichten im Dialog zu bleiben. Hierfür könne das Vertrauen in eine geistige oder göttliche Kraft eine Quelle sein.

In das Stadtjubiläum eingebunden ist auch der 23. landesweite Ehrenamtstag in Rheinland-Pfalz am 30. August in Kaiserslautern. Er beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag präsentieren sich in der Innenstadt Vereine und Institutionen und bieten Aktionen an. Vertreten sind unter anderem das Segensbüro Blessed Pfalz, die Evangelische Jugend Pfalz, das Amt für Religionsunterricht der Landeskirche, die Notfallseelsorge, das Haus der Diakonie Kaiserslautern und das Blaue Kreuz, die zum Thema Sucht informieren und Unterstützung geben.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst bei der Dialogpredigt in der Stiftskirche Kaiserslautern. Foto: Nadja Donauer