Mitgliederkommunikation 

EKD-Präses: „Wo die Pfalz ist, da ist vorne.“

Anna-Nicole Heinrich drückt den Startknopf für das Philippus-Projekt.

Celina Sturm und Felix Kirschbacher stellen Philippus vor.

Anna-Nicole Heinrich und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst.

In der Evangelischen Kirche der Pfalz gibt es Grund zu feiern. Mit Buzzer, Konfetti und Party ist das seit zwei Jahren vorbereitete Mitgliederkommunikationsprojekt „Philippus“ offiziell in Funktion gesetzt worden. Den Startknopf drückte Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Speyer (lk). Mit rotem Buzzer, Konfetti und einer Party feierte die Evangelische Kirche der Pfalz den offiziellen Beginn ihres Philippus-Projekts in Germersheim. Den Startknopf drückte Anna-Nicole Heinrich, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), bei ihrem ersten offiziellen Besuch in der Pfalz.

„Wo die Pfalz ist, da ist vorne. Denn mit dem, was ihr hier macht, seid ihr ganz weit vorne. So weit, dass andere Landeskirchen etwas neidisch auf euch schauen. Denn heute startet eure digitale Mitgliederkommunikation. Premiere innerhalb der evangelischen Kirche. Bundesweit. Total stark!“ stellte Heinrich in ihrem Grußwort fest. Als zukunftsorientierte, vielseitige und gleichzeitig bezahlbare Kommunikationsform biete das Philippus-Projekt einige Möglichkeiten, Bindungen der Mitglieder zur Institution Kirche zu erhöhen und die Reputation der evangelischen Kirche insgesamt zu steigern.

Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst, Felix Kirschbacher, Leiter der landeskirchlichen Kommunikations- und Pressearbeit, und Philippus-Projektleiterin Celina Sturm nahmen das Lob der Präses gerne stellvertretend für die 15 Pilotgemeinden und -dekanate entgegen. „Ich freue mich, dass es jetzt los geht. Dafür haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeskirche viel getan in den letzten Monaten. Und gleichzeitig beginnt die Arbeit jetzt so richtig. Denn wenn wir auf neuen Wegen mit unseren Mitgliedern kommunizieren, wollen wir das so verbindlich, der Situation angemessen und zugewandt tun, wie wir es auch im persönlichen Gespräch halten“, erklärte Dorothee Wüst.

Felix Kirschbacher und Celina Sturm wiesen im Rahmen der Veranstaltung darauf hin, dass dieser Erfolg ohne die Kooperation mit anderen Landeskirchen – allen voran der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) – sowie mit den Design- und Technikpartnern nicht möglich gewesen wäre. Als finales Puzzleteil habe sich die Gemeindesoftware ChurchTools erwiesen, die flächendeckende Kommunikation erst möglich mache.

Wie weit der Weg für die evangelischen Landeskirchen in der digitalen Kommunikation trotzdem noch ist, machte Präses Heinrich aber auch deutlich: „Wer über den kirchlichen Tellerrand schaut, findet an allen Ecken und Enden eine systematische digitale Kommunikation mit Mitgliedern: NGOs machen es, Parteien ebenfalls und viele andere zivilgesellschaftliche Player auch. Wir in der evangelischen Kirche jetzt auch. Endlich. Und zu diesem Startschuss gratuliere ich euch sehr.“

Hintergrund

Philippus ist ein Konzept zur Mitgliederkommunikation. Menschen, die Mitglied der Kirche sind, hören oft jahr(zehnt)elang nichts von ihrer Kirche. Das soll Philippus ändern, indem individuelle Kommunikation auf hauptsächlich digitalen und damit auch ressourcenschonenden Wegen ermöglicht wird. Der Landeskirchenrat, das Kirchliche Rechenzentrum Südwestdeutschland (KRZ), der Software-Anbieter ChurchTools und die Design-Agentur gobasil haben in den letzten Monaten gemeinsam mit 15 Pioniergemeinden und -dekanaten das Projekt entwickelt.

Auf der Basis automatisierter Kommunikation können Kirchengemeinden die Lebensreise ihrer Mitglieder individuell und deutlich leichter als bisher begleiten: Geburtstagsgrüße, Glückwunsche zum Hochzeitstag, ein Willkommensgruß in der neuen Gemeinde nach einem Umzug, Begleitung nach einem Trauerfall oder Angebote rund um die Geburt und Taufe von Kindern erreichen Kirchenmitglieder so viel einfacher.

Unterstützt wird diese Arbeit durch die Gemeinde-Software ChurchTools. Sie hilft als MRM (member relationship managament), Mitgliederkontakte, Kommunikationskanäle und -anlässe sowie Angebote zusammenzubringen. Während in vielen NGOs, Verbänden und Vereinen bereits lange digitale Kommunikation mit den eigenen Mitgliedern üblich ist, entstehen nun auch in der Landeskirche Strukturen, die diese Arbeit möglich machen. Die Evangelische Kirche der Pfalz ist die erste Gliedkirche der EKD, in der eine MRM-gestützte Mitgliederkommunikation an den Start geht.

Weitere Informationen zum Philippus-Projekt finden Sie hier: https://philippus-evangelisch.de/