Thema Kirche und Geld

Pfründevermögen

Hauptverwaltung des Protestantischen Kirchenvermögens der Pfalz

Die Hauptverwaltung des Protestantischen Kirchenvermögens der Pfalz, kurz "Hauptverwaltung" genannt, ist eine eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts als zentrale Verwaltungsstelle für den Pfälzischen Protestantischen Pfründestiftungsverband und der ihm angeschlossenen 219 protestantischen Pfarrpfründestiftungen der Pfalz.

Die Hauptverwaltung geht auf das Staatsgesetz über die Errichtung eines Pfarrpfründestiftungsverbandes vom 18. Juni 1918 (GVO Nr. 4/1952, Ziffer 62, Seite 97ff) und die hierzu erlassene Verwaltungsordnung für den Pfälzischen Pfründestiftungsverband und die ihm angeschlossenen Pfründen vom 25. November 1921 zurück. Diese Vorschriften traten dann zum 1. April 1922 zunächst für den pfälzischen Teil und ab dem 1. April 1936 auch für den saarländischen Teil unserer Landeskirche in Kraft.

Als Pfarrpfründe bezeichnet man das mit einem kirchlichen Amt verbundene Vermögen, dessen Ertrag dem Inhaber des Amtes, also dem Pfarrer oder der Pfarrerin, als Entgelt seiner Dienstleistung zusteht.

Pfarrpfründe hatten im Mittelalter die Aufgabe, den Lebensunterhalt von Geistlichen zu sichern. Früher bestellten die Pfarrer das Land selbst oder verpachteten es und lebten von den Erträgnissen und den erzielten Pachtzinsen. Ein direktes kirchliches Gehalt in Geld gab es zunächst noch nicht. Erst ab dem Jahr 1804 (zunächst jedoch noch gebietsweise eingeschränkt) beziehungsweise ab dem Jahr 1816 (dann für das gesamte Gebiet der Pfalz) wurde ein nach den Gemeindegleiderzahlen gestaffeltes sogenanntes Staatsgehalt für Geistliche eingeführt.

Die Hauptverwaltung wird rechtlich und rechtsgeschäftlich von einem/r Beamten/in des Landeskirchenrates, welche/r auf Vorschlag des Landeskirchenrates durch die Kirchenregierung zum "Vertreter des Pfälzischen Protestantischen Pfarrprfündestiftungsverbands" bestimmt wird, vertreten. Diese rechtsgeschäftliche Vertretung obliegt seit September 2004 Oberverwaltungsrat i.K. Renaldo Dieterich. Zu seiner Stellvertreterin wurde Gabriele Buchert bestimmt.

Als beratendes Gremium wird - analog der Amtszeit der Presbyterien in der Evangelischen Kirche der Pfalz - ein Verwaltungsbeirat gebildet. Diesem Verwaltungsbeirat steht ein Mitglied des Landeskirchenrates, zurzeit Oberkirchenrätin Karin Kessel, vor. Der Verwaltungsbeirat setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, wovon drei Mitglieder aus der Mitte der Landessynode und zwei weitere Mitglieder aus der Mitte der "Pfündeinhaber", also heute vom Verein Pfälzischer Pfarrerinnen und Pfarrer, bestimmt werden.

Die zentrale Aufgabe der Hauptverwaltung ist die finanzielle Unterstützung der Pfarrbesoldung. So wird - bis zum heutigen Tag dem urspünglichen Stitungszweck entsprechend - der erwirtschaftete Reingewinn aus der Verwaltung der Pfründegrundstücke direkt als Pfarrbesoldungsanteil an die Landeskirche abgeführt. In der praktischen Arbeit haben wir es somit vor allem mit landwirtschaftlichen Pachtverträgen, Miet-, Erbbau- und sonstigen grundstücksbezogenen Nutzungsverträgen zu tun.

Der Gesamtgrundstücksbestand des Pfründestifungsverbandes und der ihm angeschlossenen Pfarrpfründestiftungen belief sich, stichtagsbezogen auf den 1. Januar 2014, auf 2.696 Hektar. Hauptanteil hiervon sind mit etwa 83,3 Prozent die landwirtschaftlich, mit etwa 8,9 Prozent die weinbaulich und mit rund 5,2 Prozent die forstwirtschaftlich genutzten Flurstücke.

Auch befindet sich im Eigentumsbestand noch eine Vielzahl von Erbbaurechten sowie noch nicht verkaufte oder neue im Erbbaurecht zu vergebende Bauplätze. 

Bei Interesse an den freien Bauplätzen oder Fragen in sonstigen Grundstücksangelegenheiten haben, kontaktieren Sie die Hauptverwaltung Pfründevermögen bitte telefonisch unter

0 62 32 / 6 67-347 Herr Dieterich
0 62 32 / 6 67-329 Frau Buchert
0 62 32 / 6 67-343 Herr Löcher
0 62 32 / 6 67-348 Frau Doden
0 62 32 / 6 67-344 N.N.

per Fax unter 0 62 32 / 6 67-383 oder per E-Mail unter pfruendeverwaltung@evkirchepfalz.de.