Thema Ehrenamt

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Der „Runde Tisch“ hat sich neu aufgestellt – Regina Mayer-Oelrich als Sprecherin bestätigt – Stefan Behrens tritt Nachfolge von Jürgen Speck als stellvertretender Sprecher an.

Speyer (lk). Der Runde Tisch Ehrenamt der Evangelischen Kirche der Pfalz hat sich für die Jahre 2019 bis 2023 neu aufgestellt: In seiner konstituierenden Sitzung am Montag in Speyer wurde Regina Mayer-Oelrich aus Winnweiler, die den Fachbereich Frauen vertritt, im Amt der Sprecherin bestätigt. Stefan Behrens, Fachwirt für Gesundheit und Soziales aus Ludwigshafen, ist zu ihrem Stellvertreter gewählt worden. Behrens, der die Kirchengemeinden, Presbyterien und die Synode vertritt, tritt die Nachfolge von Jürgen Speck an, der das Amt dreizehn Jahre lang innehatte und nun aus diesem Gremium ausscheidet. Kirchenpräsident Christian Schad verabschiedete ihn mit wertschätzenden Worten und brachte auf diese Weise seine hohe Anerkennung zum Ausdruck: Jürgen Speck sei für ihn ein „überzeugendes Vorbild im Glauben“, der ihn mit seiner warmherzigen, stets zugewandten, kritisch-loyalen Art sein bisheriges berufliches Leben in der Pfälzischen Landeskirche begleitet habe. Auch die Ehrenamtsbeauftragte in Kirche und Diakonie, Heike Baier, dankte Jürgen Speck für sein vielfältiges und langjähriges freiwilliges Engagement.

Mehr als 21.000 Frauen und Männer engagieren sich in der pfälzischen Landeskirche ehrenamtlich. Für sie betreibt der 1998 gegründete Runde Tisch Ehrenamt Lobbyarbeit, indem Vertreter aus den verschiedensten Bereichen der Landeskirche und der Diakonie – vom Blauen Kreuz über die Evangelische Jugend und die Kirchenmusik bis hin zur Notfallseelsorge – die Interessen der Ehrenamtlichen einbringen.

Die Mitarbeit der Ehrenamtlichen werde angesichts der Herausforderungen, vor denen die Landeskirche stehe, noch an Bedeutung gewinnen, erklärte Kirchenpräsident Christian Schad, mit dessen Amt auch der Vorsitz des Forums verbunden ist. Die Motivation, Begleitung und Fortbildung der Ehrenamtlichen sei daher zentrale Aufgabe. „Indem Sie Mitverantwortung tragen, gehören Sie zum Schatz unserer Kirche.“

Bei der konstituierenden Sitzung wurden folgende Beisitzer in den Geschäftsführenden Ausschuss gewählt: Aaron Kleinz, Schüler aus Kirchheimbolanden, für die Evangelische Jugend der Pfalz; Rosemarie Schmidt aus Frankenthal für den Fachbereich Frauen; Josef Rung, Bank-Betriebswirt aus Klingenmünster, als Lektor für die Volksmission; Gertrud Welzel aus Neuhofen für die Ebene der Kirchengemeinden/Synoden.

Aktuell gehören dem Runden Tisch 22 Mitglieder an. Neu in diesem Kreis sind Almuth Orth-Wilke aus Kaiserslautern für das Evangelische Seniorenwerk, Rudi Jacob aus Maikammer für die Krankenpflegevereine, Jaemie Sitzmann aus Kaiserslautern für Weltmission und Ökumene, Josef Rung aus Klingenmünster für Volksmission, Christiane Schwarz aus Grünstadt für die Grünen Damen und Pfarrerin Anne Henning aus Neustadt für die Notfallseelsorge.

Freiwilliges Engagement sei bunt und vielfältig. Es zeige, wie ideenreich sich Menschen mit ihren Talenten für andere einsetzen und selbst viel Freude dabei gewinnen, unterstrich Heike Baier. Derzeit arbeite der Runde Tisch an dem Thema „Supervision für Ehrenamtliche“ und bereite seine Präsentation beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 28. bis 30. Juni in Annweiler vor, so Baier.

Hintergrund: Seit seiner Gründung vor 21 Jahren vernetzt der Runde Tisch Ehrenamt freiwilliges Engagement in der Landeskirche und berät die Kirchenleitung. Das Gremium konstituiert sich alle vier Jahre neu. Vorsitzender ist der Kirchenpräsident. Der Geschäftsführende Ausschuss plant, koordiniert und setzt die Aufgaben mit der Beauftragten für freiwilliges Engagement in Diakonie und Kirche, Heike Baier, um. Freiwillig Engagierte können sich mit ihren Anliegen an die Vertreterinnen und Vertreter im Runden Tisch, an die landeskirchliche Beauftragte oder die Sprecherin wenden. Der Runde Tisch, der zwei Mal jährlich im Landeskirchenrat in Speyer tagt, hat u.a. folgende Ziele: Vernetzung von ehrenamtlicher Arbeit in der Landeskirche; Beratung und Unterstützung in Fragen rund ums Ehrenamt; Qualifizierungsangebote für ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter, beispielsweise im Freiwilligenmanagement oder im Rahmen der Presbyteriumswahlen; Öffentlichkeitsarbeit, etwa bei landesweiten Ehrenamtstagen sowie beim Rheinland-Pfalz-Tag und Vertretung der Landeskirche in landesweiten und bundesweiten Netzwerken.

Hinweis: Weitere Informationen erteilt die Beauftragte für freiwilliges Engagement in Diakonie und Kirche, Heike Baier, E-Mail: heike.baier@diakonie-pfalz.de, Telefon: 06232/664-159.

26. März 2019

Die Aktion „Worte, die tragen“ kam beim Unionsfest vom 7. – 9. September 2018 in Kaiserslautern und beim landesweiten Ehrenamtstag in Pirmasens am 26. August zum Einsatz. Bibelworte und Lebensphilosophien, die für die Vertreter*innen des Runden Tisches Ehrenamt von Bedeutung sind, waren auf gefaltete Papierschiffe gedruckt. Diese „Lebensschiffe“ konnten Passanten mitnehmen oder gleich ihr eigenes Lebenswort auf ein Schiff schreiben. Gern nahmen viele Menschen ein Schiffchen entgegen. Das kleine Geschenk zauberte viel Lächeln auf Gesichter. Eine einfache Aktion, die zum Nachahmen anregt.
Fotos: Heike Baier und Regina Mayer-Oelrich

Neuer Wegweiser durch die Welt des Helfens

Der Arbeitskreis Ehrenamt der AG Diakonie in Rheinland-Pfalz hat eine neue Broschüre veröffentlicht. Sie steht als Download bereit und kann kostenlos bei der Ehrenamtsbeauftragten angefordert werden.

Broschüre "Wenn Helfen nicht mehr gut tut..." als PDF bei AG Diakonie in RLP

Vernetzen, reflektieren, weitergeben: Kritische Bestandsaufnahme am „Runden Tisch“

Speyer (lk). „Wie kann das Ehrenamt im Wandel besser strukturiert werden?“ So lautete die Frage, mit der sich der „Runde Tisch Ehrenamt“ der Evangelischen Kirche der Pfalz bei seinem jüngsten Zusammentreffen im Mutterhaus der Evangelischen Diakonissenanstalt in Speyer beschäftigt hat. 22 Haupt- und Ehrenamtliche aus den vielfältigen Bereichen der pfälzischen Landeskirche und ihrer Diakonie diskutierten darüber, wie das Ehrenamt derzeit aufgestellt ist, wie es nach außen hin vertreten und wahrgenommen wird und wie Ehren- und Hauptamtliche die bestehenden Strukturen verbessern können. Das Ehrenamt „unter dem Dach der Kirche“ - so die Erkenntnis der Tagung - ist nach wie vor beliebt, befindet sich aber im Wandel.

Kirchenpräsident Christian Schad und Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr nahmen die Ideen und Wünsche der Teilnehmer auf. „So wichtig der hauptamtliche Dienst in unserer Kirche ist – ihre Zukunft entscheidet sich auch an der Frage, ob und wie freiwillig Tätige sich mit dem Glaubensthema und dem Auftrag der Kirche identifizieren“, bekräftigte Kirchenpräsident Christian Schad. Er dankte den anwesenden Ehren- und Hauptamtlichen für ihr gutes Miteinander und sagte zu, die Begleitung und Förderung des Ehrenamts entschieden fortzusetzen, „um ihm die notwendige Würdigung auch in Zukunft zuteil werden zu lassen“.

Die landeskirchliche Beauftragte für das Ehrenamt, Heike Baier, konstatierte in ihrer Bestandsaufnahme, dass freiwilliges Engagement zwar nach wie vor gefragt und am Puls der Zeit sei. Allerdings würden auch die Anforderungen nach Flexibilität im (Berufs-)Alltag immer höher. Dadurch bleibe weniger Zeit, sich regelmäßig zu engagieren. Das habe in den vergangenen Jahren zu einem Wandel geführt. Das traditionelle, langfristige Ehrenamt gehe eher zurück und werde zunehmend von einem „neuen“, eher projektbezogenen Engagement ergänzt, wie beispielsweise in der Flüchtlingsarbeit. Indem sie Ehrenamtlichen gute Bedingungen biete, bleibe die Kirche „als wichtiger Akteur in der Mitte der Gesellschaft erkennbar“, sagte Baier.

Bei der Tagung wurde deutlich, wie sehr die Ehrenamtlichen darauf angewiesen seien, dass die Hauptamtlichen ihnen die notwendigen Informationen weitergeben, die sie für einen geordneten Arbeitsablauf brauchen. Hierin liege ein wichtiger Beitrag zur Wertschätzung des Ehrenamtes, stellten die Teilnehmer heraus. Dazu würden Fortbildungsangebote wesentlich beitragen.

1. September 2016

Die Diakonie Hessen hat ein Merkblatt zum Thema "Vermeidung von Infektionen bei Ehrenamtlichen" veröffentlicht, das über die wichtigsten Maßnahmen informiert.

Download des Merkblattes als PDF-Datei

Ein neues Internetportal unterstützt Ehrenamtliche in Hessen und Rheinland-Pfalz in ihrem Engagement für Flüchtlinge. Auf menschen-wie-wir.de bietet die Diakonie Hessen zusammen mit den beiden evangelischen Kirchen Informationen und Material rund um die Flüchtlingsarbeit. Digitale Karten zeigen Flüchtlingsinitiativen und Kontaktadressen in Diakonie und Kirche. Interessierte sollen schnell die richtigen Ansprechpartner in ihrer Nähe finden. Darüber hinaus präsentiert das Portal erfolgreiche Projekte, die Initiativen aufgreifen und an die eigenen Bedingungen vor Ort anpassen können. Die Seite bietet Ratschläge zur Praxis, gibt Informationen zur Finanzierung und vermittelt evangelische Standpunkte zur Flüchtlingsfrage. Ein landesweiter Veranstaltungskalender für Hessen mit Fortbildungsangeboten und Fachtagungen ergänzt das Angebot.

Hier kommen Sie zur entsprechenden Seite: www.menschen-wie-wir.de

Immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich – derzeit sind es 31 Millionen. Zu diesem Ergebnis kommt der bundesweite Freiwilligensurvey 2014, der nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

"Immer mehr Bürgerinnen und Bürger teilen ihre freie Zeit, um mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Mehr als 40 Prozent der Menschen ab einem Alter von 14 Jahren an engagieren sich freiwillig. Das sind zehn Prozent mehr engagierte Menschen als noch vor 15 Jahren", sagte Dr. Ralf Kleindiek bei der Vorstellung des Berichts. „In fast jedem Bereich gehört freiwilliges Engagement maßgeblich zum Alltag: Ob Jung oder Alt, ob in der Freiwilligen Feuerwehr, als Fußballtrainer, als Elternvertreter in der Schule und Schüler-Nachhilfe oder einfach nur zu Gesprächen bei Seniorinnen und Senioren oder beim Vorlesen im Kindergarten.  "Diese Bereitschaft zu helfen, miteinander zu sprechen, sich zu informieren oder Initiativen ins Leben zu rufen, ist großartig. Dieses Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen und ist ein zentraler Pfeiler unserer Demokratie. Es ist auch ein Zeichen für Integration in und Teilhabe an unserer Gesellschaft."

Lesen Sie hier die zentralen Ergebnisse der umfassenden Untersuchung:

Komplette Pressemeldung zum Freiwilligensurvey 2014

Ergebnisse des Deutschen Freiwilligensurveys 2014 (Kurzfassung)

 

 

Ehrenamt und evangelische Kirche – wo stehen wir?

Ehrenamtliche gestalten und leiten die evangelische Kirche. Ohne diese Mitarbeit wäre Kirche nicht vorstellbar. Freiwillig Engagierte suchen in ihren Aktivitäten Sinn, Befriedigung, Freude, Einsatz ihrer Begabungen und Kompetenzen, Gemeinschaft und viele andere Erfüllungen.

Dafür brauchen sie gute Arbeitsbedingungen, Unterstützung, Begleitung, Fortbildung. Kirche steht bei der Suche nach Ehrenamtlichen im Wettbewerb mit anderen Akteuren. Die Ehrenamtskulturen in den Landeskirchen sind unterschiedlich ausgeprägt. Zentrale inhaltliche Fragen sind vielfach offen oder auch strittig.

Für ein Jahr startet die EKD seit 15. Februar 2016 ein Diskursprojekt auf einer Website, das unterschiedliche Beteiligungsmöglichkeiten bietet. Diskutieren Sie mit!

Themenschwerpunkte sind:

  • Kirche und Zivilgesellschaft
  • Glaube und Beauftragung
  • Beruflichkeit und Ehrenamt
  • Partizipation und Leitung
  • Monetarisierung und Prekarisierung

Dazu finden Sie Thesen, Texte, aktuelle Fachartikel, Literatur und weiteres.

In 2017 werden die Diskursergebnisse gebündelt, ausgewertet und zusammengeführt.

Hier finden Sie mehr: www.evangelisch-ehrenamt.de

 

 

Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung von ehrenamtliche Tätigen in kirchlichen Initiativen der Flüchtlingshilfe

Die EKD weist aufgrund vieler Anfragen in einem Schreiben ausdrücklich darauf hin, dass ehrenamtlich Tätige in kirchlichen Initiativen der Flüchtlingshilfe in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert sind.

Hier der Wortlaut:

„Nach § 2 Absatz 1 Nr. 10 Buchstabe b SGB VII sind in der gesetzlichen Unfallversicherung Personen versichert, die für öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen im Auftrag oder mit Einwilligung ehrenamtlich tätig sind.

Wie Ihnen bekannt ist, haben wir für den Bereich der verfassten Kirche für die Versicherung ehrenamtlich Tätiger mit der Verwaltungsberufsgenossenschaft eine Pauschalvereinbarung geschlossen, in deren Rahmen wir mit befreiender Wirkung für die Kirchengemeinden, die Kirchenkreise, Dekanate und Landeskirchen die Beiträge pauschal in einer Summe zahlen.

Durch diesen Pauschalvertrag ist auch das ehrenamtliche Engagement in von der Kirche getragenen Initiativen in der Flüchtlingshilfe abgedeckt. Ist nicht die Kirche Träger der Initiativen, sondern eine Kommune, besteht Versicherungsschutz über die Kommune, wenn der Einsatz im Auftrag der Kommune erfolgt.

Nicht versichert in der gesetzlichen Unfallversicherung sind dagegen private Initiativen. Wir empfehlen, in geeigneter Weise zu dokumentieren, dass entsprechende Initiativen im kirchlichen Auftrag und in kirchlicher Trägerschaft geschehen. Weiterhin können zur Dokumentation des ehrenamtlichen Engagements entsprechende Namenslisten geführt werden.“

Informationschreiben der EKD vom 17.11.2015

EFAS informiert zum Infektionsschutz bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in der evangelischen Kirche (PDF-Datei)

Wo Menschen zusammentreffen und miteinander arbeiten, werden auch unterschiedliche Sichtweisen deutlich, und es kommt zu Auseinandersetzungen.

Dies ist auch im ehrenamtlichen Engagement der Fall, in dem oft besonders viel „Herzblut“ steckt. Konflikte gehören zum Leben.  Es kommt darauf an, wie mit ihnen umgegangen wird: konstruktiv oder zerstörerisch. In diesem Auszug aus dem neuen Handbuch für die Presbyterien sind wichtige Grundsätze zum Umgang mit Konflikten beschrieben und wichtige Adressen zu finden, wenn Ansprechpartner für die Konfliktberatung gesucht werden.

Umgang mit Konflikten in der Gemeinde (PDF, 61 KB)

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