Landeskirche

Kirchenpräsident

Christian Schad vertraut der Kraft der Argumente. Der Präsident der Evangelischen Kirche der Pfalz folgt in seiner Arbeit stets dem reformatorischen Grundsatz "sine vi, sed verbo", was so viel bedeutet wie "Nicht durch Gewalt, sondern durch das gewinnende, überzeugende Wort". Bisher hat er viele Menschen mit seiner freundlichen und überzeugenden Art gewonnen. Daher hat es innerhalb der Landeskirche niemanden überrascht, dass er bei seiner Wahl im Mai 2008 bereits im ersten Wahlgang mit 88,9 Prozent der Stimmen gewählt wurde. Sein Amt trat er am 1. Dezember 2008 an.

Schad will den Menschen vor allem die Lebensdienlichkeit des christlichen Glaubens vor Augen führen. Er will Christen mit Wissen und Selbstbewusstsein ausstatten, damit sie ihren Glauben erfüllt leben und anderen davon erzählen können. Dabei musste Schad seinen Wunsch, Theologie zu studieren, zunächst gegen seine Eltern durchsetzen. Sie hätten es lieber gesehen, wenn ihr ältester Sohn das Kürschnergeschäft in Ludwigshafen übernommen hätte.

Christian Schad wurde am 14. Februar 1958 in Ludwigshafen geboren. Er studierte Theologie in Bethel, Tübingen und Bonn. Gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde Wnuck-Schad trat er 1986 seine erste Pfarrstelle in Weingarten an. Dort war das Ehepaar auch für die Studentenseelsorge am Fachbereich Angewandte Kultur- und Sprachwissenschaften in Germersheim zuständig. Von 1991 bis 1996 lernte Schad als theologischer Referent den Landeskirchenrat von innen kennen. Danach war er drei Jahre Dozent am Predigerseminar in Landau.

1998 wählte die Landessynode den damals 40-Jährigen zum Oberkirchenrat. Sein Amt trat er 1999 an. 2004 wurde er Stellvertreter des Kirchenpräsidenten. Auch bei seiner Wiederwahl als Oberkirchenrat 2005 erhielt er deutliche Mehrheiten. Seit November 2013 ist Schad zudem Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen. Christian Schad ist der achte Pfarrer an der Spitze der Evangelischen Kirche der Pfalz seit 1945.

Kirchenpräsident Christian Günter Schad

geboren am 14. Februar 1958 in Ludwigshafen/Rhein
verheiratet mit Pfarrerin Gerlinde Wnuck-Schad

Studium der Evangelischen Theologie
vom Wintersemester 1976 bis Sommersemester 1982 in Bethel, Tübingen und Bonn
Erste Theologische Prüfung am 07. März 1983
Zweite Theologische Prüfung am 24. März 1986
Ordination in Weingarten/Pfalz am 19. Mai 1986

Beruflicher Werdegang:
01.10.1983: Ernennung zum Vikar
01.10.1983 – 31.03.1986: Vorbereitungsdienst
16.04.1986: Ernennung zum Pfarrer im Hilfsdienst
15.09.1991: Ernennung zum Pfarrer auf Lebenszeit
16.04.1986 – 15.10.1991: Gemeindepfarrer in Weingarten/Pfalz, verbunden mit der Studierendenseelsorge am Fachbereich für Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften in Germersheim
16.10.1991 – 15.01.1996: Pfarrer im Landeskirchenrat in Speyer
16.01.1996 – 31.12.1998: Pfarrer am Protestantischen Predigerseminar in Landau
01.01.1999 – 30.11.2008: Oberkirchenrat
01.01.2005 – 30.11.2008: 1. Stellvertreter des Kirchenpräsidenten
seit 01.12.2008: Kirchenpräsident
seit November 2013 Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen

Wahrnehmung von Aufgaben innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland

  • Vorsitzender der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD
  • Vorsitzender des Präsidiums und des Vorstands der Union Evangelischer Kirchen in der EKD
  • Mitglied der Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
  • Mitglied im Ständigen Ausschuss „Schrift und Verkündigung“ der Synode der EKD
  • Mitglied im Kuratorium zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017
  • Mitglied im Kuratorium der Stiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Wahrnehmung gesamtkirchlicher Verantwortung in Wittenberg ("Evangelische Wittenbergstiftung")
  • Mitglied im Ökumenischen Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen
  • Evangelischer Delegationsleiter der Konsultationsreihe zum Thema "Kirche und Kirchengemeinschaft" zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen
  • Evangelischer Vorsitzender des Kontaktgesprächskreises der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz
  • Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Helmut-Simon-Preises der Diakonie in Rheinland-Pfalz
  • Mitglied im Kontaktausschuss der Evangelischen Kirchen und der Evangelisch-Theologischen Fakultäten in Hessen und Rheinland-Pfalz