Audit Beruf und Familie 

"Qualitätssiegel" für den Landeskirchenrat

Für den Landeskirchenrat hat Larissa Schneider, Mitarbeiterin des Personaldezernats (3.v.li.), die Auszeichnung entgegengenommen. Foto: ©berufundfamilie, Thomas Ruddies/Christoph Petras

Speyer/Berlin (lk). Der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche der Pfalz ist in Berlin erneut mit dem Zertifikat zum Audit Beruf und Familie der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ausgezeichnet worden. Starke Familien bräuchten Unternehmen, in denen Wert auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur gelegt werde, sagte die Schirmherrin des Audits, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die Rahmenbedingungen in den Unternehmen müssten so gestaltet sein, dass Beruf und Familie möglich seien.

Erstmals hatte der Landeskirchenrat das Zertifikat 2008 erhalten. Nach zwei Reauditierungen folgte ein Dialogverfahren, dessen erfolgreicher Abschluss nun mit einem Zertifikat mit dauerhaftem Charakter honoriert wurde. Insgesamt wurden in Berlin 300 Arbeitgeber – Unternehmen, Institutionen und Hochschulen – für nachhaltig gestaltete Vereinbarkeitspolitik geehrt. Die Zertifikate wurden im Rahmen der Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Audits vergeben. 1998 war das Qualitätssiegel auf Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ins Leben gerufen und 2002 um das Audit familiengerechte Hochschule erweitert worden.

Rund 160 Beschäftigte können beim Landeskirchenrat von den familienbewussten Maßnahmen profitieren, teilt der für das nichttheologische Personal zuständige Oberkirchenrat Dieter Lutz mit. Das Angebot umfasse flexible Arbeitszeitregelungen und vielfältige Teilzeitmodelle, Möglichkeit der Telearbeit aus familiären Gründen sowie eine Kinderbetreuung während der Osterferien. Geplant sei die Einführung weiterer Maßnahmen, wie beispielsweise ein Überblick über lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle und Informationsveranstaltungen für Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen.

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