"Wasser für alle" 

Spendenaktion Brot für die Welt eröffnet

Konfirmanden wissen wie‘s geht: Wasser für alle. Fotos: view

Kirchenpräsident Schad: Menschen in anderen Teilen der Welt haben auch ein Recht darauf, die Ressource Wasser zu nutzen.

Begleitete die Eröffnung musikalisch: Kammerchor unter der Leitung von Beate Stinski-Bergmann.

Kaiserslautern (dwp). Mit einem Aufruf zu Solidarität und Gerechtigkeit in der Einen Welt hat der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad die Spendenaktion Brot für die Welt eröffnet, die in diesem Jahr den Blick auf das Thema Wasser lenkt. Dabei mahnte er den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen an. „Wir in den wohlhabenden Ländern des Nordens zerstören Lebensraum, den Gott der Menschheit als Ganzer geschenkt hat. Die Folgen tragen zuallererst die Länder des Südens“, sagte Schad bei der Eröffnung der Aktion für die Pfalz und die Saarpfalz am ersten Advent in der Stiftskirche in Kaiserslautern. 

Die 59. evangelische Spendenaktion steht unter dem Motto „Wasser für alle“. Wasser ist heute in vielen Regionen der Welt knapp, vor allem in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Dabei gibt es eigentlich weltweit genügend Süßwasser. Die Hauptursache der Wasserknappheit ist der Klimawandel. Intensive Landwirtschaft und Verschmutzung durch die Industrie kommen hinzu. In vielen Ländern gibt es schon heute Konflikte um Wasser. Fast 850 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder dritte Mensch lebt ohne sanitäre Einrichtungen. 

Die von der Referentin für Ökumenische Diakonie, Pfarrerin Corinna Weissmann, vorgestellten Pfälzer Wasserprojekte von Brot für die Welt und ihren Partnerorganisationen in Kenia, Peru und Vietnam haben mit ganz unterschiedlichen Wassermengen und -qualitäten zu tun. Immer aber geht es darum, ein standortgerechtes Wassermanagement zu etablieren, das den Menschen nachhaltig und dauerhaft zu einem besseren Leben verhilft. Die Ansätze reichen von Regenwassernutzung über Wasseraufbereitung bis hin zur effizienten Bewässerung von Anbauflächen. 

Auch im Eröffnungsgottesdienst stand das Thema „Wasser“ im Mittelpunkt. So verarbeiteten Konfirmanden der Stiftskirchengemeinde unter der Leitung von Pfarrer Matthias Jung biblische Verse und mit „Wasser“ assoziierte Wörter zu einer Sprechcollage. Dass Wasser (über)lebenswichtig ist, brachten die Jugendlichen in einer Spielszene zum Ausdruck. 

An dem Gottesdienst zur pfalzweiten Eröffnung von Brot für die Welt wirkten außerdem Dekanin Dororthee Wüst, Diakoniepfarrer Albrecht Bähr und Pfarrerin Sabine Jung, Leiterin der Abteilung Diakonisches Profil und Pflege, mit. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Bezirkskantorin Beate Stinski-Bergmann und Landesposaunenwart Christian Syperek.

Hintergrund: Das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland wurde 1959 gegründet und fördert Projekte in über 90 Ländern. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Die Menschen in der Pfalz und der Saarpfalz haben im vergangenen Jahr 1.029.609 Euro für Brot für die Welt gespendet. Die meisten Spenden gingen mit 2,32 Euro pro Kirchenmitglied im Kirchenbezirk Bad Dürkheim ein, gefolgt vom Kirchenbezirk Neustadt mit 1,67 Euro pro Kirchenmitglied und dem Kirchenbezirk Frankenthal mit 1,59 Euro pro Kirchenmitglied.

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