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Im Spotlight
Kirche und Geld

Warum Kirchgeld?

Weniger Einnahmen
Die Reformvorhaben des staatlichen Gesetzgebers und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit haben sich negativ auf die Kirchensteuereinnahmen ausgewirkt. Diese Entwicklung hat sich insbesondere durch die Auswirkungen der Steuerreform ab dem Jahr 2001 fortgesetzt.

Die öffentlichen Zuschüsse im Bereich der Diakonie gehen zurück, da auch Bund, Länder und Gemeinden sparen müssen.

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wird der Anteil der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2030 auf 30 Prozent vorausgesagt. Da dieser Personenkreis in der Regel von der Kirchensteuer befreit ist, wird sich die Zahl evangelischer Christen, die die Arbeit der Kirche durch die Kirchensteuer finanziell mittragen, weiter verringern.

Zunehmende Aufgaben
Die Erwartungen der Gesellschaft an das soziale Handeln der Kirche werden zunehmend stärker. Hinzu kommt, dass, bedingt durch die allgemeine Umbruchsituation, von der Kirche verstärkt erwartet wird, als Wertevermittler und Sinnanbieter professionell aufzutreten, um nicht Gurus und weltanschaulichen Gruppen den "Markt" zu überlassen. Auf eine komplizierter werdende Gesellschaft muss die Kirche in der Regel mit differenzierten Angeboten reagieren, die oft sehr aufwendig sind.

Was folgt daraus?
Alle Aufgaben, die in unserer Kirche wahrgenommen werden, müssen dahingehend überprüft werden, ob sie weitergeführt werden können.

Die Kirche muss neue Einnahmequellen erschließen. Hierzu gehört auch das Kirchgeld, mit dessen Einführung gleichzeitig eine Zukunftsaufgabe wahrgenommen und dem Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung mehr Rechnung getragen wird.

Die Eigenverantwortung und die Gestaltungsfreiheit der Gemeinden für Einnahmen und Ausgaben sollen gestärkt werden. Damit wächst die Entscheidungsbefugnis der Presbyterien erheblich.

Informationen über Einnahmen und Ausgaben der Kirche sollen gegenüber einer kritischen Öffentlichkeit dargestellt werden mit dem Ziel, die Akzeptanz für kirchliche Arbeit und ihre Finanzierung zu erhöhen.

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