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Im Spotlight
Glaube und Leben

Bibellese

Sonntag, 19. Februarar, Psalm 31

Geborgen in Gott

In der Mitte des Psalms wird eine Klage laut. Da leidet ein Mensch an seiner Seele, seinem Körper und auch an der Gemeinschaft, in der er lebt. Grauen umgibt ihn, er ist ausgestoßen und von Bosheit umgeben. Soweit der Klageteil des Psalms. Eingerahmt (Verse 1–9 und 15–25) wird er jedoch von wunderbaren, Angst überwindenden Aussagen tiefen Vertrauens: Der Beter bittet darum, dass Gott ihm „Hort der Zuflucht und Fels und Burg“ sein möge. Er vertraut darauf, dass sein Geschick allein in Gottes Händen liegt. In diese Hände befiehlt er seinen Geist.

Montag, 20. Februarar, 1. Könige 5, 15–32

Die Vorbereitung des Tempelbaus

Im Großreich des Salomo herrschte Frieden. Nun will Salomo das schon von Vater David geplante Projekt eines Tempelbaus verwirklichen. Dazu nützt er seine gutnachbarlichen Beziehungen zu Hiram, dem König von Tyrus. Er schließt mit ihm einen für beide Länder vorteilhaften Handelsvertrag ab: Hiram soll Zedern vom Libanon liefern und die nötigen Kräfte für deren Bearbeitung zur Verfügung stellen. Auch Salomo wird Leute für den Transport des kostbaren Holzes für das Projekt bereitstellen. Hiram erhält von Salomo im Gegenzug auf Jahre hinaus seinen Bedarf an an Weizen und Öl von zerstoßenen Oliven.

Dienstag, 21. Februar, 1. Könige 6, 1–14

Der Tempel wird Wirklichkeit

Der geplante Bau wurde begonnen und zügig errichtet. Nur das Beste vom Besten wurde an Baumaterialien verwendet. Alles in allem ein wohl durchdachtes und gut organisiert zu Ende geführtes Werk! – Damit jedoch niemand denken konnte, dass man Gott von nun an gewissermaßen „im Kasten“ habe, vernahm Salomo im Traum die Stimme Gottes: „Wenn du stets das Rechte tun wirst und meine Gebote hältst, werde ich mein Wort, das ich deinem Vater David gegeben habe, bewahrheiten, werde mitten in Israel Wohnung nehmen und mein Volk nie mehr verlassen.“

Mittwoch, 22. Februar 1. Könige 8, 1–14

Die Einweihung des Tempels

Nach der umfassenden Darstellung des Baues und der Einrichtung des Heiligtums schließt der Geschichtsschreiber mit der Darstellung der Einweihung des Tempels ab. Salomo ruft alle Oberhäupter der Stämme zusammen und lässt in einer feierlichen Prozession die Bundeslade mit den zwei steinernen Gebotstafeln in das Allerheiligste des fertiggestellten Tempels überführen. Der Einzug Gottes wird im „Bild der Wolke“ beschrieben: „So erfüllte die Herrlichkeit Gottes den Raum.“ Danach wendet sich Salomo dem feiernden Volk zu, segnet es und erklärt, dass sich nunmehr erfüllt hat, was der Gott Israels David verheißen hat.

Donnerstag, 23. Februar, 1. Könige 8, 22–40

Aus dem Gebet Salomos

Nachdem Salomo das Volk mit dem Segen begrüßt hat, betet er zu dem in sein Heiligtum eingezogenen Gott. Israel sei Heil widerfahren, weil Gott „seinen Namen“ in diesem Tempel wohnen lasse. Wo Gott selbst ja eigentlich im Himmel wohne und alle Himmel zusammen nicht seine Majestät umfassen können, lässt er doch von nun an seinen Namen in diesem Tempel wohnen – zum Zeichen seiner beständigen Gegenwart. Gott im Himmel und Gott im Tempel – in dieser Spannung darf Israel seinen Gott erfahren; himmelweit weg und doch ganz nahe ist er.

Freitag, 24. Februar, 1. Könige 8, 41–53

Salomos Fürbitte für Volk und Völker

Salomo bittet Gott um Hilfe und Beistand für sein Volk in allen schlimmen Eventualitäten: Sowohl bei Hungersnot (durch Ausbleiben von Regen) als auch bei Pest und sonstiger Krankheit; er bittet auch um Vergebung, wenn jemand schuldig an seinen Mitmenschen geworden ist. Salomo vergisst auch nicht, für ausländische Männer und Frauen zu beten, wenn sie von weit her kommen und in diesem Tempel den Namen Gottes anrufen und um Hilfe flehen. Schließlich möge Gott allen Menschen vergeben, weil es ja keinen gebe, der ohne Schuld ist.

Samstag, 25. Februar, 1. Könige 8, 54–66

Schlusssegen und neue Verpflichtung

Nach diesem Gebet Salomos segnet Salomo wie ein Priester die versammelte Gemeinde noch einmal und hält eine Art Schlussansprache: Er ruft zum Dank gegen Gott auf, der alle seine Verheißungen erfüllt hat – von Mose an bis zum Landgeschenk und dem Versprechen immerwährender Gegenwart. Daraus leitet er für Gegenwart und Zukunft die Forderung und Verpflichtung ab, sich weiterhin mit ganzem Herzen zu Gott und zu seinen Geboten und Satzungen zu bekennen, „damit alle Völker der Erde erkennen, dass er, der Herr, Gott ist und kein anderer!“. Dieter Rumpf

Veröffentlichung der Bibellese mit freundlicher Genehmigung des "Evangelischen Kirchenboten"

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