Christinnen und Christen kommen zusammen, sie sprechen aus, was sie glauben, sie bekennen ihren Glauben.
Wenn sie mit diesem Bekenntnis Gott loben, dann ist es Teil ihres Gottesdienstes.
Wenn Christinnen und Christen ein Bekenntnis gemeinsam formulieren, über angemessene Worte und Sätze der Glaubenslehre diskutieren, dann wird ein Bekenntnis zum Zeichen der Einheit der Kirche Jesu Christi. Wenn Christinnen und Christen ihr Bekenntnis öffentlich bekannt machen und vertreten, verteidigen sie oft ihren Glauben und wehren falsche Behauptungen ab.
Christinnen und Christen sprechen das Apostolische Glaubensbekenntnis, eines der ältesten Bekenntnisse der Christenheit, im Taufgottesdienst und in anderen Gottesdiensten. Weil es in allen deutschsprachigen Kirchen im gleichen Wortlaut gesprochen wird, ist es ein Zeichen der Einheit der Christenheit.
Die großen Bekenntnisse der Reformationszeit, die Augsburgische Konfession und der Heidelberger Katechismus sind die einenden Lehrüberzeugungen der lutherischen und reformierten Kirchen geworden.
Die Theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen aus dem Jahr 1934 ist ein Bekenntnis, das falsche Behauptungen der sog. „Deutschen Christen” abwehrte und den christlichen Glauben verteidigt.
Die Leuenberger Konkordie aus dem Jahr 1973 ist ein von vielen Synoden angenommenes Bekenntnis, das mit der Einheit der lutherischen und reformierten Christinnen und Christen die Gemeinschaft aller Christinnen und Christen und Kirchen zum Ziel hat.
Ursprung und Maßstab aller Bekenntnisse sind die heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments.
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.















