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Pfarrdienst für die Zukunft gerüstet

Landessynode berät Personalentwicklung – Vorsorge treffen für spätere Engpässe

Speyer/Bad Herrenalb (lk). Die Evangelische Kirche der Pfalz sieht sich hinsichtlich ihrer Personalentwicklung sowohl im Landeskirchenrat wie auch im Pfarrdienst gut gerüstet für die Herausforderungen der nächsten Jahre. Der Einstellungskorridor reiche aus, um entstehende Lücken zu schließen und gleichzeitig den Konsolidierungsbedarf aus der mittelfristigen Finanzplanung umzusetzen. Das erklärten die Oberkirchenräte Gottfried Müller, verantwortlich für das theologische und gemeindepädagogische Personal, und Dieter Lutz, verantwortlich für Personalangelegenheiten der Mitarbeiter im Landeskirchenrat, und auf der Tagung der Landessynode.

Nach der Umsetzung des Personalbudgets bis 2015 werde die Landeskirche bis 2020 im Pfarrdienst eine vergleichsweise „entspannte Zeit“ haben, führte Oberkirchenrat Gottfried Müller aus. Demnach rechnet der Dezernent bis 2020 mit 494 Pfarrerinnen und Pfarrern, die in der Landeskirche Dienst tun. Einen „erheblichen Rekrutierungsbedarf“ werde es zwischen 2015 bis 2020 indes bei den Gemeindebezogenen Diensten– dazu zählen u.a. Gemeindediakone und Jugendreferenten – geben.

Neue Herausforderungen kämen nach 2020 auf die Landeskirche zu, prognostiziert Müller. Dann werde wegen zahlreicher Ruhestandsversetzungen die Zahl der zu besetzenden Pfarrstellen voraussichtlich größer sein „als die Zahl derjenigen, die für die Stellenbesetzung zur Verfügung stehen“. Hier könne die Landeskirche aber schon heute Vorsorge treffen, indem sie verstärkt für das Theologiestudium werbe und regionale Kooperationen einrichte, bzw. ausbaue.

Schwierigkeiten, künftig geeignete Fachkräfte vom allgemeinen Arbeitsmarkt für die geplanten rund 116 Vollzeitstellen im Speyerer Landeskirchenrat zu erhalten, sieht Oberkirchenrat Dieter Lutz. So müssten bis zum Jahr 2030 rund 47 Stellen wieder besetzt werden. Schon aufgrund  demographischer Entwicklungen sei mit einem Fachkräftemangel zu rechnen. Daher gewinne die Ausbildung im Landeskirchenrat sowie die berufsbegleitende Weiterbildung an Bedeutung, um den Stamm an qualifizierten Mitarbeitern halten zu können.

Lutz betonte, dass es im Blick auf die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters und die zunehmende  Arbeitsverdichtung erforderlich sei, die betriebliche Gesundheitsförderung auszubauen. Außerdem sollen im Blick auf den traditionell hohen Frauenanteil von rund 67 Prozent der Mitarbeiterschaft  Wege gefunden werden, um teilzeitbeschäftigten Frauen den Zugang zum Erwerbsleben zu erleichtern und möglichst lange zu erhalten. „Wir wollen durch eine familienfreundliche Personalpolitik Anreize zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen“, sagte Lutz.

Der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz gehören 74 Mitglieder an, darunter 23 geistliche und 42 weltliche Gewählte, sieben Berufene und zwei Jugendvertreter. Die Synode wird auf sechs Jahre gewählt. Sie tagt gewöhnlich im Frühjahr und im H

 

 

 

01.06.2012, Speyer, Bad Herrenalb
Pressemeldung 124/2012

Oberkirchenrat Gottfried Müller

Synode: Müller und Lutz zur Personalplanung

Die Oberkirchenräte Gottfried Müller und Dieter Lutz im Interview über die Personalplanung der Landeskirche. Länge: 6:33 min

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