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Ein hoffnungsvolles Zeichen

Neugestaltete Kirchenfenster in der Miesauer Kirche eingeweiht

Miesau (lk). In einem Festgottesdienst in der Protestantischen Kirche in Miesau sind am Ostermontag die vom Glasbildkünstler Johannes Schreiter gestalteten Kirchenfenster eingeweiht worden. Wie die Gleichnisse der Bibel seien die Glasbilder „ein Zeichen für das, was sich so schwer fassen und noch schwerer beschreiben lässt“, sagte Kirchenpräsident Christian Schad in seiner Predigt. Die Botschaft der neuen Kirchenfenster vermittele eine Ahnung der Begegnung mit dem auferstandenen Christus. 

So wie die Jünger am Ostermorgen spürten, dass Jesus sie begleite, so könne ihn jeder und jede in den modernen, abstrakten Fensterbildern entdecken, erläuterte der Kirchenpräsident. Die fünf neuen Altar-Fenster in der barocken Dorfkirche zeigen unter anderem die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu. Für Dekan Thomas Holtmann ist der Einbau und die Finanzierung der künstlerisch gestalteten Kirchenfenster „ein hoffnungsvolles Zeichen und ein mutiger Akzent“ des Miesauer Presbyteriums in Zeiten, in denen andernorts über den Verkauf von Kirchen nachgedacht werden müsse. 

Den Abendmahlsgottesdienst in der voll besetzten Miesauer Kirche gestalteten Pfarrerin Ute Stoll-Rummel und Bezirkskantor Stefan Ulrich an der historischen Stumm-Franz-Orgel. Die Pfarrerin betonte, dass der Miesauer Schreiter-Zyklus ein kostbares Stück Kultur für den Ort darstelle. Mit der Kanzel in der Mitte des Chorraums, der für die protestantische Kultur des Wortes und der Stumm-Orgel, die für die Kultur der Musik stehe, werde mit den Schreiter-Werken nun auch die Bildende Kunst gewürdigt. Unter den Besuchern waren der 87-jährige Künstler Johannes Schreiter sowie Mitarbeiter des ausführenden Glasstudios Derix aus Taunusstein, die ihr Werk erstmals im Kirchenraum bewundern konnten. 

Der Einbau von neuen Doppelverglasungen an elf Kirchenfenstern sowie der von fünf Bleiglasfenstern des Künstlers Johannes Schreiter hat nach Auskunft der Kirchengemeinde rund 150.000 Euro gekostet. Die Hälfte wurde von privaten Spendern und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur sowie der Dr.-Weisbrod-Russ-Stiftung finanziert. Weitere rund 30.000 Euro werden den Angaben zufolge für die Kunstverglasung der verbleibenden sechs Emporenfenster benötigt.

19.04.2017, Miesau
Pressemeldung 89/2016

In einem Festgottesdienst mit Kirchenpräsident Christian Schad wurden die von dem Glasbildkünstler Johannes Schreiter gestalteten Fenster eingeweiht. Foto: view

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