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"Sternenregen" für saarländische Kinder in Not

Radio Salü und die Kirchen haben das Spendenergebnis 2016 bekannt gegeben

Saarbrücken (rs/lk). Die Hilfsaktion „Sternenregen“ von Radio Salü und den Kirchen im Saarland hat auch im vergangen Jahr vielen saarländischen Kindern und ihren Familien in Not geholfen. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kamen, dank der Salü- Hörer, 308.372 Euro an Spendengeldern zusammen. Das hat der Vorsitzende des Vereins  „Radio Salü - Wir helfen e.V.“, der Ensheimer Pfarrer Wolfgang Glitt, bekannt gegeben. 

Der protestantische Pfarrer und Radio Salü Geschäftsführer Sascha Thiel überreichten den symbolischen Spendenscheck stellvertretend an Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie der Evangelischen Kirche der Pfalz.  „Kein Kind und kein Jugendlicher im Saarland, egal welcher Herkunft, sollte sich ausgeschlossen fühlen. Egal wie der soziale Hintergrund ist: Sie sollen nach ihren Talenten gefördert werden und ihre Zukunft selbst gestalten können. So will es die UN-Kinderrechtskonvention und dafür treten wir auch als Kirchen nachdrücklich ein“, sagte Bähr.

Radio Salü hatte von Mitte Februar 2016 bis Januar 2017 mit zahlreichen Radiospots und redaktionellen Beiträgen auf die Not im Saarland und die damit verbundene dringende Hilfe aufmerksam gemacht. Die Spenden sind nach Aussage der Verantwortlichen des Senders und des Hilfevereins dringend notwendig, da immer mehr Menschen unverschuldet in die Armutsfälle gerieten. Am häufigsten treffe es Alleinerziehende. „Viele arme Kinder landen später genau dort, wo auch ihre Eltern sind: am unteren Ende der Einkommensskala“, erklärte Wolfgang Glitt. Im Regionalverband Saarbrücken leben nach Angaben des Landes 28,5 Prozent der unter 15-Jährigen in sogenannten Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften. In den anderen saarländischen Kreisen liege die Quote bei durchschnittlich 13,8 Prozent.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bezeichnete es als  eine Frage der Haltung, benachteiligten Menschen zu helfen. „In unserem Land steht die Aktion ‚Sternenregen‘ stellvertretend für eine gelebte Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, die insbesondere hilfsbedürftigen Kindern eine Perspektive geben und damit den Zusammenhalt in unserem Land stärken“, sagte die Schirmherrin der Aktion.

Für Salü Geschäftsführer Sascha Thiel sind Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft. Kinderarmut dürfe nicht ausgrenzen, daher sei Initiative und Hilfe von allen gefordert. Jeder gespendete Cent komme bei den Bedürftigen an. Seit Beginn der Aktion „Sternenregen“ im Jahr 2001 hätten insgesamt 2.609.455 Euro weitergeben werden können. Pfarrer Wolfgang Glitt erinnerte daran, dass auch materiell arme Menschen, „eine Menge Reichtum in sich tragen. Wir erleben dies immer wieder bei Familien, die sich bewusst für Kinder entscheiden. Ihnen wollen wir mit ‚Sternenregen‘ hilfreich zur Seite stehen“.

Die eingehenden Spenden werden nach Glitts Angaben ohne Abzüge durch die Beratungsstellen der Caritas und Diakonie verteilt. Dabei würden jeder Bedarfsfall individuell geprüft und die Familien nach Möglichkeit langfristig begleitet. „Oftmals kennen die Mitarbeiter von Caritas und Diakonie die betroffenen Kinder und Familien aus ihrer bisherigen Arbeit. Zudem unterhalten sie vielfältige Hilfs-und Beratungsangebote, die über finanzielle Hilfe hinausgehen“, sagte Glitt.

Hinweis: Spenden für „Sternenregen“ können auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Saarbrücken (IBAN: DE02 5905 0101 0090 0219 99) eingezahlt werden. Das Spendenkonto ist ganzjährig geöffnet. Informationen zur Verwendung der Spenden, zu Sozialberatungs- und Schuldnerberatungsstellen im Saarland und zu den Spendern gibt es im Internet unter www.salue.de.

17.02.2017, Saarbrücken
Pressemeldung 35/2017

Von links: Albrecht Bähr (Landespfarrer für Diakonie der Evangelischen Kirche der Pfalz), Pfarrer Wolfgang Glitt (Vorsitzender des Vereins Radio Salüs - Wir helfen e.V.), Ministerpräsidentin und Schirmherrin von „Sternenregen“ Annegret Kramp-Karrenbauer und Sascha Thiel (Geschäftsführer Radio Salü). Foto: Radio Salü


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