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Landeskirche ehrt Oberkirchenrat i.R Holtz

Speyer (lk). Als entschiedenen Befürworter der Volkskirche und Vorreiter einer dienstleistungsorientierten Kirchenverwaltung hat Kirchenpräsident Christian Schad den ehemaligen Leitenden Juristen der Evangelischen Kirche der Pfalz, Oberkirchenrat i.R. Dr. Hans-Dieter Holtz, gewürdigt. Bei einem Empfang anlässlich Holtz‘ 80. Geburtstag erinnerte der Kirchenpräsident an die 28 Jahre, in denen der gebürtige Berliner von 1970 bis 1998 in der Pfalz tätig war. „Sie haben über eine Generation hinweg unsere Landeskirche geprägt“, sagte Schad vor rund 70 Festgästen in der Speyrer Heiliggeistkirche.

Holtz besitze die Gabe, auch schwierige juristische Sachverhalte klar und luzide und für einen juristischen Laien verständlich darzulegen, „und dies mit einem hohen Unterhaltungswert“, sagte der Kirchenpräsident. Holtz habe aus der Behörde Landeskirchenrat eine Organisation gemacht, die sich als Dienstleister für die Gemeinden und kirchlichen Werke verstehe. Dazu habe er eine aktive Personalentwicklung und Personalförderung betrieben und unter anderem die Referentenebene im Landeskirchenrat etabliert. Zur einer Zeit, als in der Riege der Kirchenjuristen noch keine Frauen vertreten gewesen seien, habe Holtz die Förderung von Frauen unter den Kirchenjuristen gefördert.  Entsprechend sei der Verwaltungschef auch erster Dezernent für die Gleichstellungsstelle der Landeskirche geworden.
Auf juristischem Gebiet habe Holtz neben den großen Reformen der Kirchenverfassung in den 1970er und 1980er Jahren auch das Dienst- und Arbeitsrecht reformiert. Hierbei sei er maßgeblich am „pfälzischen Sonderweg“,  der strikten Bindung an das Tarifwerk des Öffentlichen Dienstes, beteiligt gewesen. „So garantiert uns diese Regelung seit Jahren eine Zufriedenheit sowohl für Dienstnehmer als auch für Dienstgeber, die in der EKD ihresgleichen sucht“, sagte Schad. Als Verfechter der Volkskirche habe Holtz zudem Verantwortung im Bildungs- und im diakonischen Bereich übernommen. So sei der leitende Jurist für die Evangelische Fachhochschule in Ludwigshafen zuständig gewesen und habe sich an der Gründung des Erziehungswissenschaftlichen Fort-
und Weiterbildungsinstituts in Landau beteiligt.

Als Vertreter des Evangelischen Diakoniewerks Zoar würdigte dessen stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender Baldur Melchior die Verdienste von Hans-Dieter Holtz. Bis heute nehme der Jurist die Funktion des Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit großer Akribie, Brillanz und Verantwortungsbewusstsein wahr. In seinem Dankeswort räumte Holtz ein, „kein echter Pfälzer geworden zu sein“. Sein persönlicher Rückblick lasse ihn jedoch mit Gewissheit sagen, dass „ich das Meiste noch mal so machen würde“.  Und Holtz weiter: „Was ich als zehnjähriges Kind erfahren habe, das hat mich bis heute nicht verlassen: das Wissen, in Gott geborgen zu sein.“

05.03.2013, Speyer
Pressemeldung 50/2013

Ehrung: Kirchenpräsident Schad überreicht Oberkirchenrat i.R Holtz die Dankurkunde zum 80. Geburtstag. Foto: lk

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