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Kreuzestod Jesu gibt Kraft für ein Leben ohne Gewalt

Kirchenpräsident predigt im Karfreitags-Gottesdienst in der Grünstadter Martinskirche

Grünstadt (lk). Liebe statt Gewalt, Bereitschaft zum Teilen statt Habsucht, Freiheit für Andere statt Zwang: Nach den Worten von Kirchenpräsident Christian Schad haben sich seit Jesu Tod am Kreuz Religion und Gewalt ein für allemal auszuschließen. Umso erschütternder sei es, wenn man an die Terroranschläge in Brüssel denke. „Entsetzliches Leid ist über unzählige Menschen gekommen. Sie beweinen ihre Toten, bangen um die Schwerverletzten, und wir fragen mit ihnen – wie Jesus am Kreuz – ‚Warum?‘“, sagte Schad im Karfreitags-Gottesdienst in der Grünstadter Martinskirche. In der Ohnmacht des Gekreuzigten hingegen seien die humanen und Frieden stiftenden religiösen Kraftquellen aufzudecken, die alle Menschenfeindlichkeit überwinden könnten.

Mit Jesu Tod sei etwas Ungeheures passiert: „Dass der allmächtige Gott sich in seinem Sohn selbst offenbart, dass er in einem Menschen zu uns kommt, der am Kreuz endet, geschieht zum Heil für die ganze Welt“, sagte Kirchenpräsident Schad in seiner Predigt. In vielen Teilen der Welt herrsche Terror und Gewalt. Der sogenannte „Islamische Staat“ gehe mit unvorstellbarer Grausamkeit auch gegen Jesiden, Christen und Angehörige anderer Volksgruppen vor. Der „IS“ dehne seinen Machtbereich ohne Rücksicht auf die elementaren Menschenrechte aus. Demgegenüber stehe das Kreuz Jesu: „Es schärft uns ein, dass es ein Ende haben soll mit dem bösen Gemisch von Religion und Gewalt.“

Jesus habe sein Leben hingegeben, weil er die Spirale von Gewalt und Gegengewalt durchbrochen hat, so der Kirchenpräsident: „Sie hat sich im Tod Jesu förmlich aus-gewirkt, aus-getobt, im Sinne von: erschöpft!“ Eindeutiger könne der Protest gegen alle Gewalt nicht sein „Die Geschichte vom Kreuz spricht mitten in unsere Wirklichkeit hinein. In ihr begegnet uns Gott in Menschengestalt. Sie öffnet die Augen gegenüber denen, die einsam sind, und gegenüber denen, die Schutz, Hilfe und Asyl suchen. Sie gibt Kraft für ein Leben ohne Gewalt“, sagte Schad.

Die Liturgie des Abendmahls-Gottesdienstes in der Martinskirche in Grünstadt gestaltete Dekan Stefan Kuntz, die Kantorei Grünstadt umrahmte die Feier musikalisch.

25.03.2016, Grünstadt
Pressemeldung 57/2016

Fordert in seiner Karfreitagspredigt Liebe statt Gewalt, Bereitschaft zum Teilen statt Habsucht, Freiheit für Andere statt Zwang: Kirchenpräsident Christian Schad. Fotos: lk

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