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Soziale und ökologische Verantwortung wahrnehmen

Landeskirche setzt beim Einkauf auf fair gehandelte und umweltgerechte Produkte

Speyer (lk). Vom Büromaterial bis zur Energieversorgung: Die Evangelische Kirche der Pfalz setzt seit Beginn des Jahres bei ihrem Einkauf auf ökologisch unbedenkliche und sozialgerechte Produkte. Das haben der Umweltdezernent der Landeskirche, Oberkirchenrat Michael Gärtner, und der Verwaltungsdezernent, Oberkirchenrat Dieter Lutz, in Speyer bekannt gegeben. Mit Richtlinien für die landeskirchliche Verwaltung, die auch von den Kirchengemeinden und der Diakonie als Leitlinie angewandt werden könnten, wolle man einen praktischen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten, sagten Gärtner und Lutz

Ob durch die Entscheidung eines Einzelnen oder einer Behörde – jeder Kauf fair gehandelter Produkte ermögliche den Produzenten gerade in den sogenannten „Billiglohnländern“ ein Leben in Würde, sagte Oberkirchenrat Gärtner. Der Bezug von Ökostrom fördere den Umbau zu einem regenerativen Energiesystem, die Verwendung von Recyclingpapier spare Wasser, Energie und Holz. Für Oberkirchenrat Lutz steht fest, dass „die Kirchen als zweitgrößter öffentlicher Arbeitgeber in der Bundesrepublik ihre Kaufkraft auch einsetzen wollen, um ihre soziale und ökologische Verantwortung wahrzunehmen“.

Damit dies ganz praktisch funktioniert, arbeite die Landeskirche mit einem Anbieter für umweltfreundliche Büromaterialien zusammen und habe einen Rahmenvertrag mit einem Ökostromanbieter geschlossen, teilte Lutz mit. Anerkannte Umwelt-und Sozialsiegel wie zum Beispiel der Blaue Engel gäben Käufern Orientierung und erleichterten die Kaufentscheidung.

Die Landeskirche setze nicht nur mit den neuen Beschaffungsrichtlinien einen neuen Standard, erklärte Umweltdezernent Gärtner. Einzelne Einrichtungen und Institutionen hätten bereits vor In-Kraft-Treten der Bestimmungen eine Vorreiterrolle übernommen. So habe zum Beispiel die Kirchengemeinde Gommersheim ihr Konsumverhalten unter das Motto „Politik mit dem Einkaufskorb“ gestellt und verwende nur noch Kaffee aus fairem Handel. Das Landesjugendpfarramt stelle bei seinen Freizeiten die Ernährung auf ökologische Gemeinschaftsverpflegung um, sagte Gärtner.

01.02.2016, Speyer
Pressemeldung 22/2016

Ökofairer Kreislauf: Vom Büromaterial bis zur Energieversorgung. Foto: Arbeitsstelle Frieden und Umwelt


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