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Reichtums- und Armutsbericht gemeinsam erarbeiten

Treffen mit saarländischer Landesregierung – Reformationsjubiläum wird Feiertag

Saarbrücken (lk/stk). Im Saarland wird der 500. Jahrestag der Reformation, der 31. Oktober 2017, ein einmaliger arbeitsfreier Feiertag. Dies kündigte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach einem Treffen mit der pfälzischen und der rheinischen Landeskirche an. Derzeit werde im Innenministerium die Umsetzung einer entsprechenden Rechtsverordnung vorbereitet.

„Die Reformation hat epochale Veränderungen in kultureller und politischer Hinsicht hervorgebracht, zum Beispiel im Bereich der Bildung oder Fragen der Toleranz. Wir freuen uns, dass wir auch im Saarland durch gemeinsame Veranstaltungen dieses wichtige Ereignis würdigen, nicht nur als historisches Datum, sondern als ein für die Gegenwart bedeutsames Geschehen“, sagte Kirchenpräsident Christian Schad.

„Zwischen der Landesregierung und der Evangelischen Kirche hat sich eine Kultur der Zusammenarbeit entwickelt, in der auch Platz ist für offene und kritische Worte, und die sich gerade in den letzten Jahren bei der Lösung von Problemen bewährt hat“, sagte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei dem Spitzengespräch. Diese Zusammenarbeit sei besonders intensiv im Bereich der sozialen Dienste, in denen die Kirchen ein besonderes Betätigungsfeld ihres christlichen Auftrags und ihrer Sorge um den ganzen Menschen sehen.

In diesem Zusammenhang dankte die Ministerpräsidentin den evangelischen Kirchen für ihre wichtige Rolle bei der Erarbeitung und Fortentwicklung des „Reichtums- und Armutsberichts“ im Saarland. Bei der bis 2014 geplanten Erstellung des Berichtes will die Landesregierung neue Wege gehen: Durch zwei moderierte Bürgerforen am 15. Juni sowie im Herbst dieses Jahres soll eine breite gesellschaftliche Beteiligung im Vorfeld der Sozialberichterstattung erreicht werden. Die evangelische Kirche ist dabei mit Teilnehmern der Synoden und der Wohlfahrtsverbände und Familienorganisationen vertreten. Dieses Vorgehen hat der saarländische Ministerrat in beschlossen.

Die Zusammenarbeit bewertete auch Präses Manfred Rekowski, Evangelische Kirche im Rheinland, positiv. Er lobte das Saarland für eine „vorbildliche Regelung“ beim Thema Sonntagsschutz mit vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr. „Dass sich die Koalition dafür einsetzt, die zunehmende Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe insbesondere aufgrund wirtschaftlicher Zwänge einzudämmen, begrüßen wir. Dies gilt auch für die eher restriktive Handhabung in Bezug auf die Ladenschlusszeiten. Dies ist auch im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gemeinsame Zeit in den Familien und im Freundeskreis füreinander zu haben, bleibt ein wichtiges Anliegen unserer Gesellschaft“, sagte Rekowski.

Der rheinische Präses begrüßt das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für Langzeitarbeitslose, „ASaar“: „Diese Menschen darf man nicht abschreiben.“ Arbeit sei mehr als Broterwerb. In Fragen von Bildung und Arbeit entscheide sich der Grad der Teilhabe und der Integration in einer sozialen Gesellschaft.

Hinweis: Im Saarland leben rund 200.000 evangelische Christen, davon gehören rund 158.000 der Evangelischen Kirche im Rheinland (mit Sitz in Düsseldorf) und rund 42.000 der Evangelischen Kirche der Pfalz (mit Sitz in Speyer) an.

05.06.2013, Saarbrücken
Pressemeldung 121/2013

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Kirchenpräsident Christian Schad (rechts) und Präses Manfred Rekowski. Foto: stk

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